Archiv für die Kategorie „GPS Navigation“

Broadcom-Patente für GPS von Sirf verletzt

Diesen August hatte ein US-Gericht entschieden, dass Sirf, der Anbieter von Chipsätzen, Patente der Broadcom-Tochter “Global Locate” verletzt. Wegen möglicher Verfahrensfehler legten die Handelskomission der USA (USITC) und Sirf jedoch Widerspruch ein. Nach wiederholter Prüfung wurde Global Locate jetzt das Recht zugesprochen; drei Patente von Global Locate seien tatsächlich durch Sirf-Produkte verletzt worden. Gleichzeitig wurden sechs Patente, gegen die Sirf geklagt hatte, von USITC für gültig erklärt. Durch die Entscheidung der USITC ist der Weg frei für eine Festsetzung von Sanktionen gegen Sirf. Der erste Vorschlag war ein Verkaufsstopp von Produkten mit Sirf Chips, falls es zu keiner anderen Einigung komme. Normalerweise werden solche Patentstreitigkeiten in den USA jedoch durch Schadensersatzzahlungen in Verbindung mit einer langfristigen Lizenzierung der Patente behoben. Am 08. Dezember 2008 soll die Entscheidung des Gerichts bekanntgegeben werden.

Kooperation von Google und TeleAtlas

TeleAtlas, einer der wichtigsten Kartenlieferanten für mobile Navigation aus den Niederlanden, arbeitet seit neuestem mit Google zusammen. Google hat die Erlaubnis, für Google Maps oder Google Earth das Kartenmaterial von TeleAtlas zu verwenden. Diese Genehmigung beläuft sich auf fünf Jahre. Dafür verschafft Google seinem neuen Kooperationspartner TeleAtlas Zugriff auf die Informationen und Bearbeitungen der Google-Nutzergemeinde. “Somit kann TeleAtlas seine Karten auf dem neuesten Stand halten”, sagte TeleAtlas-Chef Bill Henry. Nachrüsten ist also immer noch angesagt, denn die Funktion ist schließlich noch in der Betatest-Phase. In Berlin wird angeblich bereits von Google fotografiert, wann derartige Bilder jedoch ins Netz gestellt werden, steht noch nicht fest.

Notruf per GPS-Handy – eine neue Zeitrechnung in der Seenotrettung hat begonnen

Derzeit wird in Friedrichshafen am Bodensee ein neuartiges Hilferufsystem getestet. Dank diesem soll es Wassersportlern in Zukunft möglich sein, mit einer einzigen Handy-Berührung die zuständige Rettungsleitstelle zu alarmieren. Der von T-Mobile entwickelte Hilferuf ist einzigartig in ganz Europa und beinhaltet alle erforderlichen Informationen zur Rettung von in Not geratenen Skippern. Das Opfer kann präzise geortet werden und Name, sowie Angaben zu Aussehen des Bootes können auf dem GPS-fähigen Mobilfunkgerät hinterlegt werden. Derzeit wird der Hilferuf von Mitgliedern des Würtembergischen Yacht-Clubs 4 Monate lang getestet und soll nach erfolgreicher Erprobung auch in weiteren Outdoor-Sportarten zum Einsatz kommen. Mit dem neuen System soll sich die Sicherheitslage im Wasser deutlich verbessern.

Run.GPS bald auch bei Google Android

Bei Android, einem Betriebssystem für mobile Geräte wie Mobiltelefone und Smartphones, wird es ab Ende des Jahres die Sportsoftware Run.GPS geben. Die mobile Sportsoftware macht sich GPS Daten zu nutzte um Sportlern ein zielgerichtestes trainieren zu ermöglichen. Die Software lebt von einer großen, weltweiten Community und kann mit vielen Smartphones, u.a. HTC, Sony, LG, u.v.m. genutzt werden. Die Community bietet den Nutzern beispielsweise Outdoor-Navigation über Kopfhörer sowie den Zugriff auf verschiedenes Kartenmaterial, z.B. OpenStreetMap.
Da Google Android von vielen Firmen Unterstützung wird, sollte Android gute Chancen haben, entscheidende Marktanteile bei den Smartphone-Plattformen zu übernehmen. Schon im Jahr 2007 wurden 118 Mio. Smartphones verkauft. Dies bedeutet eine Steigerung von knapp 53% Prozent zum Vorjahr. Ein Ende ist noch nicht in Sicht, insbesondere da der GPS-Empfänger für Privatpersonen erst am Anfang steht.

Daten aus dem All – moderne GPS-Geräte sind feinstes Hightech

Vor nunmehr 30 Jahren wurde der erste Satellit des amerikanischen Global Positioning Systems, kurz GPS, ins All geschossen. Da GPS ursprünglich für das Militär bestimmt war, konnte man kaum abschätzen, dass diese technische Neuerung auch die zivile Navigation revolutionieren würde. Bei freier Sicht zum Himmel können Geräte mit WAAS/EGNOS-Empfang die Position auf ein bis drei Meter präzise bestimmen – weltweit, jederzeit! In 20000 km Höhe kreisen insgesamt 32 Satelliten und senden Signale aus, durch deren Abgleich ein GPS-Empfänger seine Position bestimmt. Für die Exaktheit der Positionsermittlung auf wenige Meter sind Signale von mindestens 4 Satelliten, sogenannte 3D-Bestimmung, notwendig. Wolken, Nebel, Schneetreiben oder Dunkelheit beeinträchtigen den GPS-Empfang nicht! Gehen bzw. Fahren sie durch dichten Wald oder sitzen in engen Felsschluchten, kann der Empfang unterbrochen werden. Denn Holz, Metall, Beton oder Fels können die Signalwirkung blocken. Bei den modernen GPS-Geräten ist dies jedoch sehr selten und in der Regel führt GPS zuverlässig ans Ziel. Outdoor GPS Geräte unterscheiden sich allerdings zu Navigationssysteme im Auto. Damit die sichere Streckenführung mit dem Bike funktioniert, ist es nötig zunächst Tourdaten zu sammeln und im Gerät einzuspeisen. Beim Navi im Auto ist Datenmaterial bereits vorhanden.

 
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